Leitfaden · 6 Min. Lesezeit
Spesen tracken in der Schweiz: Der praktische Leitfaden für KMU
Spesenbelege verschwinden im Portemonnaie, verblassen in der Schublade oder gehen im Mailpostfach unter. Dabei verlangt das Schweizer Obligationenrecht eine zehnjährige Aufbewahrung aller Geschäftsunterlagen — inklusive Belege. Dieser Leitfaden zeigt, wie du Spesen in der Schweiz sauber trackst, ohne dich in Excel-Tabellen zu verlieren.
1. Was zählt als spesenrelevanter Beleg?
Jeder geschäftlich veranlasste Aufwand: Bewirtung, Reisekosten (SBB, Taxi, Hotel, Flug), Verbrauchsmaterial, Kleininvestitionen, Weiterbildung, Fachliteratur. Wichtig ist, dass der Beleg Datum, Betrag, MWST, Leistungserbringer und den Leistungsinhalt enthält. Kreditkarten-Abrechnungen alleine reichen nicht — die Originalquittung muss archiviert werden.
2. Aufbewahrungspflicht: 10 Jahre, digital ist erlaubt
Art. 958f OR verlangt zehn Jahre Aufbewahrung. Die Geschäftsbücherverordnung (GeBüV) erlaubt seit langem die digitale Archivierung, sofern die Integrität sichergestellt ist: Belege dürfen nicht mehr verändert werden, jede Änderung muss nachvollziehbar bleiben. In der Praxis heisst das: PDF oder Bild + revisionssicherer Speicher + Protokoll.
3. MWST korrekt erfassen
- Normalsatz 8.1 %, reduziert 2.6 %, Beherbergung 3.8 % (Stand 2024).
- Für den Vorsteuerabzug muss die MWST-Nummer des Lieferanten auf dem Beleg sein.
- Ausländische Belege: MWST wird nicht abgezogen, aber Bruttobetrag als Aufwand verbucht.
4. Ein digitaler Workflow, der wirklich funktioniert
- Sofort fotografieren. Direkt beim Bezahlen — bevor die Quittung im Rucksack verschwindet.
- Automatisch auslesen lassen. OCR extrahiert Datum, Betrag, MWST und Händler. Manuelle Tipparbeit entfällt.
- Kategorisieren. Reise, Bewirtung, Material, etc. Am besten automatisch per KI-Vorschlag.
- Buchhalter freigeben. Lesezugriff statt Excel-Anhänge per Mail.
- Monatlich exportieren. CSV oder ZIP mit Belegen ins Buchhaltungssystem.
5. Häufige Fehler
- Belege erst am Monatsende sortieren → 30 % gehen verloren.
- Nur die Kreditkarten-Abrechnung archivieren → kein Vorsteuerabzug.
- Belege privat und geschäftlich vermischen → Rückfragen bei der Revision.
- Kein Backup → 10-Jahres-Pflicht verletzt.
6. Mit BelegBox in 30 Sekunden pro Beleg
BelegBox ist speziell für Schweizer KMU gebaut: Foto → OCR → Kategorie → revisionssichere Ablage → Buchhalter-Zugriff → Export. Mitarbeiter sehen nur eigene Belege, Chefs und Buchhalter alles. Läuft im Browser, funktioniert offline auf dem Smartphone.